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LG Connect 4G
Quelle: MetroPCS

LTE bringt mobile Datenübertragsungsraten mit derzeit bis zu 100 Megabit pro Sekunde, doch Sprache übertragen kann das Mobilfunknetz der vierten Generation nicht. Bis heute: In Korea sowie in den USA gingen nun die weltweit ersten LTE-Netze an den Start, die Sprache übertragen können (“Voice over LTE”). Hierzulande bricht etwa bei einem eingehenden Anruf die LTE-Verbindung ab und eine UMTS- oder GSM-Verbindung muss aufgebaut werden: das dauert. Abgesehen davon wird die Daten-Session beendet, nach dem Telefonat muss somit eine neue Session begonnen werden, was aber beispielsweise beim Online-Banking einen komplett neuen Login erfordert. Kurzum: ganz schon unkomfortabel das alles. Bei den LTE-Nezen von SK Telecom in Korea und MetroPCS Communications in den USA läuft das seit heute anders: Ähnlich wie bei Internet-Telefonie (“Voice over IP”) werden die Sprachdaten in Datenpakete umgewandelt und durchs Internet befördert, um am anderen Ende wieder zusammengesetzt zuwerden. Da sich jede Verzögerung beim Transport sofort in Form fehlender Silben bemerkbar machen würde, müssen Sprachdaten mir Priorität transportiert werden, gerade im Mobilfunk ein nicht ganz trivialer Vorgang, der zudem spezielle Befehlssätze in den verwendeten Smartphones erfordert. Zum Einsatz kommen das Samsung Galaxy S III LTE (Korea) sowie das LG Connect 4G (USA), für die entsprechende Firmware-Upgrades für Voice over LTE angeboten werden. Bis LTE-Kunden hierzulande in den Genuss von Voice over LTE kommen werden, dürfte daher wohl leider noch eine ganze Weile vergehen. Doch der Druck auf Telekom, Vodfone und O2 wächst natürlich dadurch, dass gleich zwei Netzbetreiber den Beweis erbracht haben, dass es technisch bereits geht – auch im Regelbetrieb.

ubergizmo.com via areamobile.de

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