Android Jelly Bean

Quelle: Sony

In der Nacht zum Montag hat Samsung auch hierzulande endlich das Update auf Android 4.1.1 alias Jelly Bean samt Google Now für das Galaxy S III freigegeben – am Montagmorgen sollten Besitzer eine entsprechende Benachrichtigung auf ihrem Bildschirm vorgefunden haben. Andernfalls lässt sich das Update manuell unter „Einstellungen – Info zu Gerät – Software-Update“ abrufen. Für alle, die sich noch nicht so recht getraut haben, das Update auszuführen, hier ein kurzer Erfahrungsbericht: Das Update selbst läuft selbständig durch, und benötigt weniger als fünf Minuten. Nach dem Neustart des S III sieht erst einmal alles aus, wie zuvor: Oberfläche und Apps bleiben natürlich vollständig erhalten. Die Optionen ruhen weiterhin auf der entsprechenden Taste unterhalb dem Touchscreen links, erscheinen also nicht als Icon innerhalb der Apps wie beim nativen Android 4, zu sehen beispielsweise auf dem Sony Xperia T. Auch hinsichtlich der Bedienbeschleunigung, die „Project Butter“ bringen soll, macht sich das Update nicht bemerkbar – nicht zuletzt auch deshalb, weil die Oberfläche des S III auch schon zuvor enorm zügig auf sämtliche Eingaben reagierte. Ungeschickt: Die Verwaltung der Synchronisation sämtlicher Konten auf einen Streich wanderte von den Einstellungen in der Telefon-App und findet sich dort nur sehr versteckt unter „Kontakte – Konten – App-Daten automatisch synchronisieren“. Was sie dort zu suchen hat, weiß wohl nur Google.
Neu ist aber vor allen Dingen Google Now, das mit Android 4.1 kommt: Der digitale Assistent soll im Voraus ahnen, welche Informationen der Nutzer benötigt und ermittelt daher anhand diverser Quellen wie Datum, Uhrzeit, Standort, Terminkalender und dem vorherigen Verhalten die entsprechenden Daten. Dadurch kann Google Now etwa das Filmprogramm eines Kinos in der Nähe anzeigen, eine Verspätungswarnung für den anstehenden Flug oder schlichtweg das Wetter am Zielort. Die Rubrik „Öffentliche Verkehrsmittel“ verfügt derzeit in Deutschland lediglich über die Fahrpläne der S-Bahnen, nicht diejenigen der lokalen Verkehrsbetriebe mit U-Bahnen, Straßenbahnen und Bussen, weshalb sich oftmals wenig praktikable Routenführungen ergeben dürften. Dafür funktioniert die Pendler-Funktion für Autofahrer prima: Diese erkennt ähnlich wie der Dienst „Meine Strecken“ von Nokia regelmäßig gefahrene Routen und erinnert rechtzeitig daran, loszufahren – angeblich sogar unter Berücksichtung der aktuellen Verkehrslage. Sollte die Fahrt also voraussichtlich 15 Minuten länger dauern als üblich, soll Now den Fahrer entsprechend früher alarmieren. Allerdings gilt es zu berücksichtigen, dass Google auf diese Weise noch mehr Informationen über seine Nutzer sammeln kann.
Leider hat Samsung mit diesem Update nicht auch den Bug bezüglich der Display-Beleuchtung im Standard-Browser behoben: Hier ist die Illumination weiterhin selbst bei Maximaleinstellung dunkler als auf dem restlichen Gerät und springt bei diversen Aktionen wie etwa dem Aufruf eines Lesezeichens kurzzeitig auf das Maximum. Dies lässt sich selbstverständlich umgehen, indem man einen anderen Browser wie Chrome oder Firefox verwendet, weil diese keine separate Helligkeits-Einstellung aufweisen. Andererseits ist diese Funktion schon pfiffig und sinnvoll, vor allem, wenn man viel im Browser arbeitet, denn dadurch lässt sich spürbar Energie sparen. Daher wäre es schon überaus wünschenswert, wenn auch der Standard-Browser des S III sauber – heißt ohne Flackerbeleuchtung – liefe.
Kurzum: Das Update auf Android 4.1 ist gewiss nicht zwingend. Leser, die es dennoch installieren, werden gebeten, ihre Erfahrungen als Kommentar auf dieser Seite zu hinterlassen!
Update: Kunden von E-Plus werden sich offenbar bis etwa Mitte November gedulden müssen ehe das Update durchgereicht wird, bei der Telekom könne es dem Vernehmen nach sogar Ende Dezember werden.

Wie beim iPhone 5: iPad 4 und iPad Mini unterstützen nur Telekom-LTE
Apple stellt iPad Mini vor. Und ein neues iPad. Und iMac. Und MacBook.
Tagged with →  

Schreibe einen Kommentar