Apple führt seine Kunden in die Irre, so die Meinung der europäischen Verbraucherschützer. Der Konzern werbe prominent für seine kostenpflichtige Garantieverlängerung „Apple Care“, vergesse dabei jedoch, ausreichend auf den gesetzlichen Gewährleistungsanspruch hinzuweisen. Die EU-Vorschriften sehen eine zweijährige Garantiefrist vor, allerdings nur für Mängel, die bei Übergabe an den Kunden vorhanden sind, auch wenn sie erst später bemerkt werden. Die freiwillige Gewährleistung von Apple ist auf ein Jahr begrenzt, erstreckt sich dafür aber auch auf Mängel, die nach der Übergabe an den Kunden auftreten. Diese Garantie lässt sich gegen Aufpreis verlängern. Nach Ansicht der Verbraucherschützer erweckt Apple aber den Eindruck, der Verbraucher stehe ohne die kostenpflichtige Garantie nach einem Jahr ohne jegliche Garantie-Ansprüche da. „Es scheint, dass Apple-Verkäufer es versäumten, den Verbrauchern klare, wahrheitsgemäße und vollständige Informationen über die gesetzliche Garantie zu geben, die ihnen laut EU-Recht kostenlos zusteht“, so EU-Justizkommissarin Viviane Reding in einem Brief an die 27 EU-Staaten. Die EU-Kommission hat keine direkte Handhabe, könnte aber ein Vertragsverletzungsverfahren einleiten, sofern ein Land die Umsetzung der EU-Vorgaben nicht durchsetzt. In vielen Ländern sind in solchen Fällen Geldbußen möglich.
ftd.de

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