Ausstattung: Schmucker 5,5-Zöller

Review of: Zenfone 3
Test:
Lutz Herkner

Reviewed by:
Rating:
4
On 11. Dezember 2016
Last modified:10. März 2017

Summary:

Das Asus Zenfone 3 besticht nicht nur mit 5,5 Zoll großem Touchscreen, sondern auch mit 16-Megapixel-Kamera samt OIS sowie ausdauerndem Akku. Der Test …

Asus Zenfone 3 (ZE552KL)

Foto: mobiwatch

Display

Der Touchscreen des Asus Zenfone 3 (Modell: ZE552KL) misst 5,46 Zoll oder umgerechnet 139 Millimeter. Mit einer Auflösung von 1080 x 1920 Bildpunkten kommt es so auf eine Schärfe von 252 Pixel pro Quadratmillimeter (404 ppi): lediglich 6 Prozent weniger als der Durchschnitt aller in den letzten 24 Monaten getesteten Smartphones. Kein Topwert mithin, aber völlig in Ordnung. So wie auch die Blickwinkelstabilität des Dual-Domain-IPS-Panels: Farben und Kontraste bleiben recht lange stabil und verändern sich erst bei sehr flachen Winkeln signifikant. Und die maximale Helligkeit von 519 Candela pro Quadratmeter kann sich ebenfalls sehen lassen: 9 Prozent über dem derzeitigen Mittel. Alles im Lot mithin. Trotzdem muss angemerkt werden, dass die vom Hersteller kommunizierten 600 Candela nicht ganz erreicht werden.

Prozessor

Als CPU steckt der Snapdragon 625 unter der Haube, dessen 8 Kerne mit 2 Gigahertz getaktet sind. Unterstützt wird er vom Grafikmodul Adreno 506 sowie von 4 Gigabyte Arbeitsspeicher. Das Zenfone 3 erzielt in der Gesamtwertung aus mehr als 50 erfassten Werten aus 15 der bekanntesten Benchmarks ein Ergebnis, das 9 Prozent über dem Durchschnitt liegt. Damit gehört der Proband nicht zu den Spitzenrechnern, Rang 39 um genau zu sein, doch das reicht Otto Normalnutzer locker. Ein Beispiel aus der Praxis: Im grafisch aufwändige Spiel „Dead Trigger 2“ schafft das Zenfone 3 von maximal 60 möglichen Bildern pro Sekunde immerhin 55, die Darstellung erfolgt also ziemlich flüssig. Wer noch das letzte Quäntchen mehr möchte, muss tiefer in die Tasche greifen. Der Kandidat liefert jedenfalls im Relation zur Preisempfehlung von 399 Euro (die jetzt zum Start auch den Straßenpreisen entspricht) die übliche Leistung, lediglich 4 Prozent liegt dieser Wert unter dem Mittel. Kunden erhalten also nicht mehr und nicht weniger Rechenleistung für ihr Geld als allgemein üblich.

Akku

Der Lithium-Polymer-Akku ist fest verbaut und fasst exakt 3.000 Milliamperestunden. Nicht unbedingt riesig angesichts des üppigen Bildschirms. Im Laufzeittest bei der Videowiedergabe mit auf 200 Candela gedimmten Display im Flugmodus hält das Zenfone 3 damit 666 Minuten durch, und rangiert damit 35 Prozent über dem Durchschnitt. Asus nutzt die vorhandenen Ressourcen also hervorragend aus! Damit sollten selbst Intensivnutzer über den Tag kommen, wenn sie nicht gerade unterbrechungsfrei zu Werke gehen. Oder anders ausgedrückt: Die Allermeisten sollten mit einer Akkuladung bis in den Abend kommen.

Laden

Das serienmäßig beiliegende Netzteil liefert passable 2 Ampere und betankt den Kandidaten normal schnell auf. Der zuvor vollständig entladene Stromspeicher weist nach 15 Minuten einen Stand von 19 Prozent auf, nach 30 Minuten sind es 35 Prozent und nach einer Stunde 69 Prozent. Für die komplette Ladung benötigt das Zenfone 3 schließlich 122 Minuten, was angesichts der Akkukapazität 8 Prozent schneller ist als üblich. Zwar gibt es mittlerweile etliche Konkurrenten primär im oberen Preissegment, die beispielsweise nach 15 Minuten bereits wieder 35 Prozent und mehr anzeigen, doch hat die Sache einen Haken: Nach derzeitigem Kenntnisstand nutzt solch schnelles Laden den Akku fünfmal schneller ab als ohnehin – weshalb mancher Interessent dankend darauf verzichtet. Mit diesem Wissen sind dann auch Resultate wie jenes des Zenfone 3 schon erheblich akzeptabler.

Speicher

Der interne Speicher fasst 64 (netto: 49,2) Gigabyte und bietet damit weit mehr Ablage als üblich fürs Geld: Jetzt zum Start entsprechen die Straßenpreise noch der Preisempfehlung von 399 Euro, und selbst damit offeriert der Kandidat 174 Prozent mehr Netto-Speicherplatz als die durchschnittliche Konkurrenz. Das Gedächtnis lässt sich mittels Micro-SD-Karte erweitern, offiziell um bis zu 2 Terabyte; aktuell verfügbar sind Chips mit bis zu 256 Gigabyte. Alternativ kann hier auch eine zweite SIM eingelegt werden – bei 49 Gigabyte netto intern eine durchaus gangbare Alternative. Zumal das Zenfone 3 auch USB On-the-Go unterstützt, also mithilfe eines optionalen Adapters etwa USB-Sticks angedockt werden können. Zu beachten ist hierbei allerdings, dass es sich um eine Buchse vom „Typ C“ handelt, die zwar das beidseitige Einstöpseln des Kabels erlaubt, aber nicht kompatibel ist mit den bisher üblichen Micro-USB-Steckern. Außerdem wichtig zu wissen: Der erste SIM-Slot ist vom Typ Micro, der zweite vom Typ Nano.

Sonstiges

Mit WLAN ac, Bluetooth 4.2 und NFC werden die neusten Standards unterstützt, allein LTE hinkt mit „nur“ 150 Megabit pro Sekunde nominal ein klein wenig hinterher. Da bietet die Konkurrent teilweise sogar schon bis zu 600 Megabit nominal – wobei hiesige Netze natürlich noch längst nicht so weit sind oder bestenfalls punktuell. Auch unterstützen nicht immer alle Verträge die maximale Geschwindigkeit. Will sagen: Das sollte man nicht zu eng sehen. Doch wer aus welchen Gründen auch immer das höchstmögliche Tempo nutzen möchte, ist mit dem Zenfone 3 nicht optimal beraten. Auf der Rückseite findet sich schließlich ein Fingerabdrucksensor, der das Telefon schnell und zuverlässig entsperrt. Das Huawei Mate 9 legt dabei zwar ein noch höheres Tempo vor, aber auch das Zenfone 3 ist da ebenfalls recht fix. Nicht zuletzt wäre noch ein IP-Schutz gegen Staub und Wasser schön gewesen.

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