Handhabung: Schönes Weichei

Review of: Honor 6X
Test:
Lutz Herkner

Reviewed by:
Rating:
4
On 29. Januar 2017
Last modified:10. März 2017

Summary:

Das Honor 6X löst das 5X ab und kommt mit Dual-Kamera sowie Aluminium-Gehäuse. Alle Infos, Ergebnisse und Unterschiede im ausführlichen Test …

Honor 6X

Foto: mobiwatch

Verarbeitung

Beim Design hat sich im Vergleich zum Honor 5X nicht viel getan: Es blieb beim Aluminium-Gehäuse, das auch um die seitlichen Kanten herumgeht, Ober- und Unterkante bestehen jedoch aus Kunststoff. Es handelt sich ergo um ein einzelnes Stück Metall, einen Unibody also, doch nicht im klassischen Sinn einer vollständigen Rundum-Verschalung. Wertig fühlt sich das Honor 6X trotzdem an. Was jedoch nicht gleichzusetzen ist mit Stabilität: Im Verwindungstest biegt sich das Honor 6X nämlich erheblich, wie auch schon der Vorgänger. Dabei drückt sich das Deckglas nahezu durchgehend auf das Panel durch, wie sich vor allem bei dunklen Motiven gut erkennen lässt. Das muss nicht zwingend zu Problemen führen, doch wer sich beispielsweise gern mit seinem Smartphone in der Gesäßtasche der Hose hinsetzt, sollte derlei mit dem 6X eher vermeiden, denn derlei könnte auf Dauer dann doch Pixel beschädigen.

Haptik

Das gilt auch für die Haptik: Stand beim 5X noch die Rahmenkante um Haaresbreite über dem Deckglas und war damit zu spüren, wurde beim 6X die Kante nun abgerundet. Zusammen mit dem kissenförmig abgeflachten „2,5 D“-Glas auf der Front und dem stark gebogenen Rücken liegt der Kandidat damit ungemein angenehm in der Hand. Schöne Sache das! Zu sehen ist die Formgebung im folgenden Hands-on-Video, das überdies Nahaufnahmen zeigt und weitere Eindrücke vermittelt:

Der Fingerabdruck-Sensor ist nun rund statt eckig, doch das ist eher eine Frage des Designs, wurde doch auch aus der eckigen Kamera beim 6X die Doppellinse mit ovaler Form. Nicht zuletzt wurden aus den getrennten Slots für SIM und SD-Karte des 5X nun ein einzelner Schacht für beides.

Maße

Auch bei den Abmessungen hat sich nichts Signifikantes geändert: Mit 76 x 151 Millimetern blieben die gerundeten Daten sogar exakt gleich, die Rundung des Rückens reicht nun von 7,8 bis 9,1 statt von 6,8 bis 9,3 Millimeter. Und das Gewicht stieg leicht von 158 auf 165 Gramm. Ohne Waage merkt man das aber nicht. Allerdings wanderte die Kopfhörerbuchse von oben rechts nach oben links: Zubehör kann deshalb womöglich nicht weiterverwendet werden.

Bedienung

Das Honor 6X wird mit Android 6.0 als Betriebssystem ausgeliefert, das Update auf Android 7 soll etwa März/April starten. Ob damit auch gleich die Kompatibilität zu Googles VR-Plattform Daydream kommt, ist derzeit noch offen. Mehr Infos zu Daydream und der VR-Brille Daydream View im folgenden Video:

Über Android legt Honor seine Nutzeroberfläche „Emotion UI 4.1“, die ja beispielsweise auch beim Honor 8 zum Einsatz kommt. Deshalb sei für Details zu den Funktionen von EMUI auf den Test des Honor 8 verwiesen.

Im Vergleich zum Honor 5X sind keine gravierenden Unterschiede zu vermelden, doch die Einstellungen sind etwas übersichtlicher gestaltet, etwa weil diverse Details nun in der Rubrik „Intelligente Unterstützung“ vereint sind und nur noch bei den Netzwerken der Eintrag „Mehr“ vorzufinden ist, der stets ein bisschen wie eine Wundertüte ist. Neue Funktionen lassen sich unter EMUI 4.1 im Vergleich zur Version 3.1 des Vorgängers nicht finden. Im Gegenteil: Ausgerechnet „Tap 2 Wake“ viel weg, das 6X lässt sich also nicht durch einen Doppeltipp auf den Touchscreen aus dem Standby-Modus wecken. Schade!

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