Handhabung: Start ohne KI

Review of: HTC U Ultra
Test:
Lutz Herkner

Reviewed by:
Rating:
4
On 16. März 2017
Last modified:16. März 2017

Summary:

Das HTC U Ultra bietet mit 5,7-Zoll-Display, zweitem Touchscreen, Kamera mit 12 Millionen Ultrapixel, Top-Prozessor und Android 7 eine Menge. Der Test.

HTC U Ultra

Foto: mobiwatch

Verarbeitung

Das HTC U Ultra sieht fraglos ungemein schick und edel aus, der Rückseite aus mehreren Lagen unterschiedlich bearbeiteter Glasschichten sei Dank. Doch sollte sich jeder Interessent dessen bewusst sein, dass sich vor allem bei dunklen Varianten wie Schwarz und Blau Fingerabdrücke gut erkennen lassen – tägliches Putzen ist hier angesagt. Außerdem machen die Fettfinger die Oberfläche noch rutschiger als ohnehin schon. Gerade bei größeren Smartphones wie dem U Ultra mit seinen 80 x 168 x 7,8 Millimetern bei 171 Gramm ist da erhöhte Vorsicht geboten. Und auch wenn die sonstige Verarbeitung erstklassig aussieht, so knarzt der Proband doch im Verwindungstest deutlich, weil sich das Gerät vergleichsweise stark verdrehen lässt. Käufer sollten es daher besser unterlassen, sich beispielsweise regelmäßig mit dem Telefon in der Gesäßtasche hinzusetzen.

Sense UI

Ausgeliefert wird das U Ultra mit Android 7.0, das letzte verfügbare Sicherheits-Patch stammt vom Januar 2017 – Stand Anfang März. Mit Daydream, der neuen VR-Plattform von Google, ist das U Ultra aktuell aber noch nicht kompatibel. Mehr dazu im folgenden Video:

Über Android legt HTC seine bekannter Nutzeroberfläche Sense, die man nicht länger durchnummeriert, sondern stattdessen sukzessive fortführt. Diese beinhaltet zahlreiche nützliche Funktionen wie zum Beispiel „Tap 2 Wake“, dank der sich das Telefon per Doppeltipp auf den Touchscreen aus dem Standby-Modus wecken lässt. Das klappt auf dem 2-Zoll-Zusatzbildschirm nicht immer auf Anhieb, nicht zuletzt wohl auch, weil sich dessen Position unter den meisten Beleuchtungsbedingungen kaum ausmachen lässt. Die mächtige Theme-Engine erlaubt die Individualisierung der meisten Design-Elemente. Und im Menü („App Launcher“) lassen sich die Anwendungen sowohl nach Installationsdatum oder Alphabet sortieren als auch nach eigenem Gusto anordnen. Das „Sense-Widget“ ist aber leider nicht länger mit von der Partie: Hier zeigen frühere Smartphones von HTC noch abhängig vom Standort die jeweils am häufigsten benötigten Apps an. Möglicherweise ist dessen Absenz der Umstellung auf Android 7 geschuldet und das Widget hält später erneut Einzug auf den Homescreens. Ärgerlich allein, dass bei jedem Einstöpseln des USB-Kabels die Verbindung mit dem PC bestätigt werden muss.

Sense Companion

So wie derzeit auch noch der „Sense Companion“ fehlt, die zum Launch des U Ultra und U Play angekündigte künstliche Intelligenz („KI“). Diese soll laut HTC bis spätestens Juni über den Play Store von Android nachgeliefert werden. Ohnehin hatten die Taiwaner angekündigt, den intelligenten, selbstlernenden Assistenten im monatlichen Rhythmus mit neuen Fähigkeiten zu versorgen. Zu Beginn soll die KI beispielsweise durch einen Blick in den Kalender rechtzeitig darauf hinweisen, das U Ultra rechtzeitig vor einer längeren Telefonkonferenz aufzuladen. Und natürlich hört auch der Sense Companion auf gesprochene Befehle wie das heutzutage Mode ist, man denke nur an Siri oder den Google Assistant. Mit Letzterem steht die HTC-KI jedoch nicht in Konkurrenz, vielmehr sollen sich beide Systeme ergänzen.

[Update] Der Sense Companion ist inzwischen verfügbar.

Für weitere Details zur Handhabung sei auf das ausführliche Hands-on-Video verwiesen:

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