Fazit + Testwertung: Knackpunkt Akkulaufzeit

Review of: HTC U Ultra
Test:
Lutz Herkner

Reviewed by:
Rating:
4
On 16. März 2017
Last modified:16. März 2017

Summary:

Das HTC U Ultra bietet mit 5,7-Zoll-Display, zweitem Touchscreen, Kamera mit 12 Millionen Ultrapixel, Top-Prozessor und Android 7 eine Menge. Der Test.

HTC U Ultra

Foto: mobiwatch

Das größte Pluspunkt des HTC U Ultra ist nicht etwa das 2 Zoll kleine Zweit-Display, welches sich in der Praxis zwar als komfortabel erwiest, aber kaum Zeit spart und zudem in der Einhandbedienung so gut wie gar nicht erreichbar ist. Vielmehr punktet der Taiwaner mit dem stärksten Android-Prozessor hierzulande: kein Smartphone mit Googles Betriebssystem rechnet derzeit schneller. Auch der erweiterbare Speicher von 64 (Netto: 51,9) Gigabyte kann sich sehen lassen: Damit bietet der Kandidat trotz des hohen Preises weit mehr Ablageplatz als für dieses Geld üblich. Weitere Pluspunkte sind schnelles LTE, WLAN ac, Bluetooth 4.2, NFC, Fingerabdruck-Sensor sowie der vergleichsweise gute „U Sonic“-Kopfhörer.

Das 5,7 Zoll große Primär-Panel ist schön groß, die Auflösung von 1440 x 2560 Pixel prima. Die Hauptkamera mit 12 Megapixel und optischem Stabilisator entspricht qualitativ jener des HTC 10, muss sich aber in Sachen Lichtstärke bei schlechten Lichtbedingungen dem Samsung Galaxy S7 geschlagen geben. Es reicht aber für ein knappes „Sehr gut“. Die Videoqualität ist bereits in Full HD prima und in Ultra HD top, doch leider pumpt der Autofokus gelegentlich. Weil er sich aber zur Not fixieren lässt, wird die Videonote nur auf „ausreichend“ abgewertet und nicht wie in solchen Fällen üblich auf „mangelhaft“. Der Klang am Kopfhörerausgang erntet ein „Sehr gut“, kabelgebundene Headsets können allerdings nur mit Hilfe eines optionalen Adapters angeschlossen werden, weil eine Klinkenbuchse fehlt.

Das stabilste ist das U Ultra nicht, doch bei einem Smartphone mit Glas auf Vorder- und Rückseite sollten Nutzer ohnehin Vorsicht walten lassen. Die angekündigte künstliche Intelligenz „Sense Companion“ liegt derzeit noch nicht vor und kann daher auch nicht bewertet werden. HTC will diese bis Juni nachreichen und regelmäßig mit neuen Funktionen versorgen.

Soweit alles akzeptabel bis top. Einziger Wermutstropfen: Die Laufzeit des fest verbauten Akkus liegt 3 Prozent unter dem aktuellen Durchschnitt. Damit sollten Normalnutzer durch den Tag kommen, doch Intensivnutzer werden wohl in den meisten Fällen tagsüber zwischentanken müssen. Gerade die primäre Zielgruppe eines 749-Euro-Telefons wird sich da wohl mehr wünschen – edles Design hin, Top-Prozessor her.

Damit steigt das HTC U Ultra beim Preis-Leistungs-Verhältnis 54 Prozent unter dem Durchschnitt ein. Was für Topmodelle völlig normal ist: diese beginnen in aller Regel zwischen 30 und 60 Prozent unter dem Mittel. Ergo bietet das U Ultra in etwa gleich viel fürs Geld wie die Konkurrenz. Oder anders formuliert: Der Preis von 749 Euro ist unterm Strich gar nicht mal zu hoch angesetzt, so wie es auf den ersten Blick den Anschein machen kann. Zumindest nicht im Vergleich mit anderen Oberklasse-Smartphones.

TEST-ERGEBNISSE AUF EINEN BLICK


Das HTC U Ultra punktet mit dem derzeit stärksten Android-Prozessor, dickem Speicher, großem Display und guten (aber nicht besten) Fotos. In puncto Videoqualität ist Kompromissbereitschaft gefragt, außerdem fehlt eine Kopfhörer-Buchse und die KI ist noch nicht an Bord. Der Akku bringt lediglich Normalnutzer durch den Tag. 16.03.2017 © mobiwatch.de

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