Multimedia: Besser, aber nicht gut

Test:
Lutz Herkner

Reviewed by:
Rating:
4
On 25. Februar 2017
Last modified:10. März 2017

Summary:

Das Samsung Galaxy A3 (2017) wartet mit neuem Prozessor, WLAN ac, optimierter Frontkamera, dickerem Akku und IP 68 auf. Alle Fakten und Resultate im Test ...

Samsung Galaxy A3 (2017)

Foto: mobiwatch

Foto

Auf dem Papier hat sich bei der Kamera des Galaxy A3 (2017) nichts getan: Wie das Vorjahresmodell, nimmt auch das neue Samsung Fotos mit 12,78 Megapixel auf, das Objektiv blieb mit einem lichtstarken Blendenwert von f 1,9 ebenfalls gleich. Lediglich die weiße LED auf der Rückseite liefert mit 67 statt 53 Lux etwas mehr Licht, was aber in der Praxis keinen Unterschied macht, wie der folgende Vergleich zeigt (anklicken zum Vergrößern):

Samsung Galaxy A3 (2017) vs A3 (2016)

Foto: mobiwatch

Doch in der Praxis hat sich sehr wohl etwas geändert, was deutlich wird, wenn man die Aufnahmen von A3 (2017) und A3 (2016) miteinander vergleicht. Da hat sich zum Beispiel die Schärfe signifikant erhöht: Das folgende Foto in Originalgröße zeigt dies klar am Stamm in der Mitte. Links daneben die Details verwischen beim 2016-er-Modell noch sichtlich, während sie beim 2017-er-A3 zumindest teilweise erhalten bleiben. Da haben die Koreaner vermutlich die Komprimierungs-Algorithmen optimiert:

Samsung Galaxy A3 (2017) vs A3 (2016)

Foto: mobiwatch

Und wie schon beim A5 beobachtet, sind die Aufnahmen der dritten A-Generation wesentlich gesättigter und wärmer:

Samsung Galaxy A3 (2017) vs A3 (2016)

Foto: mobiwatch

Doch nicht nur bei Tageslicht lassen sich Verbesserungen erkennen, auch bei mittleren Lichtverhältnissen kommt das A3 (2017) zu besseren Resultaten, wie die nächsten Aufnahmen bei jeweils ISO 800 verdeutlicht, und beim Vorjahresmodell ein weit höheres Bildrauschen zeigt:

Samsung Galaxy A3 (2017) vs A3 (2016)

Foto: mobiwatch

Darüber hinaus hat das 2016-er-Samsung bei schlechten Lichtverhältnissen mit dem Problem zu kämpfen, dass der Autofokus gar nicht mehr scharfstellen kann. Auch hier erweist sich das neue A3 als im Vorteil, wenngleich das Resultat fraglos wenig Charme hat – doch immerhin lässt sich das Motiv halbwegs erkennen:

Samsung Galaxy A3 (2017) vs A3 (2016)

Foto: mobiwatch

Trotz identischer Eckwerte also eine klare Steigerung der Bildqualität mithin. Auf der anderen Seite sind die Resultate des A3 absolut gesehen immer noch recht mäßig, vor allen Dingen bei weniger als optimalen Lichtverhältnissen, denn einen optischen Bildstabilisator („OIS“) sucht man hier vergebens. Selbst im Vergleich zum Galaxy A5 (2017), ebenfalls ohne OIS, fällt das neue A3 qualitativ etwas ab:

Samsung Galaxy A3 (2017) vs A3 (2016)

Foto: mobiwatch

Weshalb es das Galaxy A3 (2017) trotz aller Verbesserungen ebenfalls nur auf ein „Befriedigend“ bringt wie sein Vorgänger.

Die Frontkamera schießt Selfies nun aber mit 8 statt 5 Megapixel, und das sieht man natürlich auch in der Praxis. Doch wie schon beim A5 (2017), erweist sich der feste Fokus als arg kurz eingestellt: Da muss man schon recht nah ran mit dem Gesicht, um dieses scharf zu bekommen, etwa 20 Zentimeter. Und da bleibt dann, zumindest im Hochformat, wenig Platz für Freunde oder Umgebung. Samsung hat jedoch Glück, dass die Qualität der Selfies derzeit noch nicht in die Fotowertung einfließt.

Angemerkt sei nicht zuletzt, dass der „Pro“-Modus kaum diese Bezeichnung verdient. Denn anders als beim A5 lassen sich hier lediglich ISO-Zahl und Weißabgleich manuell justieren – das bieten inzwischen viele Smartphones selbst unter 200 Euro, nennen es aber nicht so hochtrabend.

Video

Bei den Bewegtbildern blieb auf dem Papier wiederum alles beim Alten: Full HD (1920 x 1080 Pixel) bei 30 Bildern pro Sekunde, und das sowohl auf der Rückseite als auch auf der Front. Die Qualität entspricht haargenau jener des Galaxy A5 (2017), die Aufnahmen sind also grundsätzlich recht scharf, die Detailtreue ordentlich, doch leider pumpt auch hier der Autofokus ganz enorm. Siehe hierfür der folgende des A5:

Deshalb steht auch beim Galaxy A3 (2017) unterm Strich lediglich ein „Mangelhaft“ in der Videowertung.

Audio

Beim Klang am Kopfhörerausgang kann kein Unterschied zum Sound des A5 (2017) festgestellt werden. Auch das A3 (2017) leidet mithin an den zu starken Bässen, die zusammen mit den nicht ganz so spritzigen Höhen dazu führen, dass sich der Gesamteindruck ein wenig unpräzise und dumpf anhört. Aber wirklich nur ein klein wenig, die Unterschiede fallen lediglich im direkten Vergleich mit einem Topmodell auf; zum Hörtest wird als Referenz das Samsung Galaxy Note 4 verwendet. Weshalb es trotzdem noch zu einem glatten „Gut“ reicht.

Ebenfalls identisch wie beim großen Bruder sind die zahlreichen Audio-Push-ups wie Upscaler auch „Adapt Sound“. Letzteres fordert einmalig zu einer Art Hörtest auf, woraufhin der Klang in Abhängigkeit von Kopfhörer und individuellem Hörvermögen angepasst wird. Je einfacher die Kopfhörer, desto besser erscheint das Resultat. Vor allen Dingen wirkt es dabei nicht so verfälscht wie bei herkömmlichen, manuell angepassten Equalizern. Schönes Ding!

Wer sich für die Qualität der Lautsprecher interessiert, kann sich im folgenden Sound-Check selbst einen Eindruck von der Qualität verschaffen:

Die Highlights des MWC 2017 in Videos: Die besten Smartphones und Gadgets
Mobile World Congress 2017: Sonntag geht's los!
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