Ausstattung: Wasserfest nach IP 68

Test:
Lutz Herkner

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4
On 18. Februar 2017
Last modified:10. März 2017

Summary:

Samsung hat dem Galaxy A5 einmal mehr Update verpasst: Die dritte Generation ist nun staub- und wasserdicht nach IP 68. Der Test mit allen Ergebnissen …

Samsung Galaxy A5 (2017)

Foto: mobiwatch

Display

Am Touchscreen des Samsung Galaxy A5 hat sich schon mal nichts geändert: Das 2017-er-Modell kommt mit exakt der gleichen Mattscheibe wie das Galaxy A5 (2016). Der Bildschirm misst mithin 5,2 Zoll oder 132 Millimeter, die Auflösung beträgt 1080 x 1920 Bildpunkte. Damit ist auch die Schärfe von 278 Pixel pro Quadratmillimeter respektive 424 ppi haargenau gleichgeblieben. Damit liegt das A5 aktuell 4 Prozent über dem Durchschnitt aller in den letzten 24 Monaten getesteten Smartphones. Es handelt sich erneut um ein Super-AMOLED-Panel, Kontraste und Blickwinkelstabilität sind mithin unübertroffen. Selbst die Helligkeit von 638 Candela pro Quadratmeter hat weiterhin bestand, dank der das A5 stolze 54 Prozent über dem Durchschnitt für OLEDs rangiert. Das gilt allerdings nur in hellen Umgebungen, andernfalls dreht der Kandidat bis 402 Candela auf – was beispielsweise in geschlossenen Räumen aber auch vollkommen ausreicht.

Prozessor

Den Rechen-Chip haben die Entwickler indes ausgetauscht: Anstelle des Exynos 7580 steckt nun der Exynos 7880 unter der Haube. Dessen 8 Kerne sind nun mit 1,9 statt 1,6 Gigahertz getaktet. Unterstützt wird er vom Grafikmodul Mali T830 MP3 (statt Mali T720 MP2) sowie von 3 (statt 2) Gigabyte Arbeitsspeicher. Damit erzielt der Proband in der Gesamtwertung von mehr als 50 erfassten Einzelwerten aus 15 verschiedenen Benchmarks ein Ergebnis, das 5 Prozent über dem aktuellen Mittel liegt. Auf der einen Seite eine ganze Ecke besser als der Vorgänger, der momentan 25 Prozent darunter schippert. Andererseits aber immer noch unterdurchschnittlich für den aktuellen Preis von stolzen 429 Euro ohne Vertrag:

Trotzdem sollten damit die allermeisten Interessenten locker über die Runden kommen, wie der Praxistest mit dem grafisch aufwändigen Spiel „Dead Trigger 2“ beweist: Da erzielt das A5 (2017) nämlich ordentliche 57 von 60 Bildern pro Sekunde, die Darstellung erfolgt mithin weitgehend sehr flüssig.

Akku

Der fest verbaute Akku fasst jetzt 3.000 statt 2.900 Milliamperestunden, also lediglich wenig mehr. Dennoch kann das A5 im Laufzeittest damit signifikant zulegen: Aus 646 werden nun 738 Minuten, macht ergo ein Plus von immerhin 14 Prozent. Damit rangiert das neue A5 glatte 45 Prozent über dem Mittel: Das sollte selbst den meisten Intensivnutzern reichen, um über den Tag zu kommen. Das 2015-er-Modell segelt aktuell 27 Prozent über dem Mittel, was für manchen Intensivnutzer knapp werden könnte. Eine besondere Erwähnung verdient die Tatsache, dass das Galaxy A5 (2017) mit diesem Ergebnis sogar das (noch) aktuelle Topmodell Samsung Galaxy S7 toppt, das derzeit 37 Prozent über dem Mittel rangiert.

Wer zu diesen Resultaten den Vergleichswert seines jetzigen Smartphones wissen möchte, findet im Folgenden die Ergebnisse aller bisher nach diesem Verfahren getesteten Mobiltelefone. Anhand des Unterschiedes lässt sich dann für das individuelle Nutzerverhalten vorhersagen, wie viel besser oder schlechter der Proband in der Praxis sein wird. Nicht auf die Minute exakt, aber jeder Nutzer bekommt eine gute Vorstellung davon, was dies für ihn persönlich in der Praxis bedeutet:

Ladezeiten

Samsung liefert das Galaxy A5 (2017) mit einem Netzteil aus, das bei 5 Volt 2 Ampere und bei 9 Volt 1,67 Ampere liefert, macht eine maximale Leistung von rund 15 Watt. Kein Top-Wert, doch ordentliche 62 Prozent über dem Mittel. Damit ist der zuvor vollständig entladene Akku des neuen A5 nach 15 Minuten bereits wieder zu 21 Prozent geladen, nach 30 Minuten sind es 43 Prozent und nach einer Stunde 84 Prozent. Für die komplette Ladung benötigt der Kandidat 92 Minuten, was in Relation zur Kapazität 41 Prozent über dem Schnitt rangiert. Wie immer sei aber darauf hingewiesen, dass schnelles Laden nach derzeitigem Kenntnisstand den Akku fünfmal schneller abnutzt als üblich, siehe mehr dazu hier.

Speicher

Das Gedächtnis haben die Koreaner auf 32 Gigabyte verdoppelt, von denen nach Aktualisierung aller vorinstallierten Komponenten netto noch 20,3 Gigabyte zur Verfügung stehen. Das sollte den Meisten eigentlich reichen, doch für den Preis ist das 7 Prozent weniger als üblich. In der Kopfseite findet sich ein Slot für Micro-SD-Karten mit offiziell bis zu 256 Gigabyte. Außerdem unterstützt das A5 USB On-the-Go, es lassen sich also mit Hilfe eines optionalen Adapters beispielsweise USB-Sticks oder ganze Festplatten mit eigener Stromversorgung andocken.

Sonstiges

LTE unterstützt das Galaxy wie bereits das Vorjahresmodell mit 300 Megabit pro Sekunde nominal, WLAN ac ist hingegen neu an Bord. Bluetooth ist mit Version 4.2 (statt 4.1) ebenfalls in der aktuellsten Ausführung mit von der Partie. NFC hat bereits beim 2016-er-Modell unterstützt, dort war auch schon ein Fingerabdruck-Sensor vertreten. Für die Meisten dürfte die wichtigste Neuerung vermutlich IP 68 sein, dank der das A5 geschützt vor Staub und Wasser ist. Darüber hinaus handelt es sich nun eine USB-Buchse des neuen „Typ C“, Kabel lassen sich also beidseitig einstöpseln. Wer altes Zubehör wie etwa das Netzteil weiterhin verwenden möchte, benötigt allerdings entsprechende Adapter. Eine Dual-SIM-Version des Galaxy A5 (2017) soll in einigen Märkten verfügbar sein, allerdings nicht hierzulande.

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