Ausstattung: Deutlich abgespeckt

Review of: ZTE Axon 7 Mini
Test:
Lutz Herkner

Reviewed by:
Rating:
3
On 20. Januar 2017
Last modified:10. März 2017

Summary:

Das ZTE Axon 7 Mini ist dank seines kleineren Displays mit 5,2 Zoll kompakter Als das Axon 7. Was sich alles geändert hat, sagt der Test …

ZTE Axon 7 Mini

Foto: mobiwatch

Display

Der Touchscreen des ZTE Axon 7 Mini misst 5,19 Zoll oder 132 Millimeter und ist damit in der Fläche gerade mal 9 Prozent kleiner als die Mattscheibe des Axon 7 mit seinen 5,45 Zoll oder 139 Millimetern. Das „Mini“ im Modellnamen ist mithin ein wenig irreführend.

Allerdings haben die Chinesen auch die Auflösung reduziert: von 1440 x 2560 auf 1080 x 1920 Bildpunkte. Damit sank die Schärfe von 449 auf 279 Pixel pro Quadratmillimeter beziehungsweise von 539 auf 424 ppi. Aber selbst damit liegt das Mini immerhin noch 6 Prozent über dem Durchschnitt aller in den letzten 24 Monaten getesteten Smartphones. Außerdem macht sich der Unterschied der Pixeldichte im Alltag nur geringfügig bemerkbar, wie die folgenden Vergleichsfotos (zum Vergrößern anklicken) zeigen:

ZTE Axon 7 Mini vs Axon 7 Vergleich

Foto: Burosch


Bei 30 Prozent (bezogen auf 12 Megapixel-Fotos der Displays), was in etwa dem natürlichen Blick auf den Bildschirm entspricht, sieht man keinen nennenswerten Unterschied zwischen dem Axon 7 oben und dem Axon 7 Mini unten.

ZTE Axon 7 Mini vs Axon 7 Vergleich
Bei 100 Prozent, also Originalgröße der von den Mattscheiben geschossenen Fotos, fallen jedoch die schärferen Kanten des Axon 7 links auf. Auch die Detailtreue ist beim Flaggschiff klar besser, wie man besonders gut an den Bäumen und Büschen in der oberen Bildhälfte. Aber das entspricht bereits einem Blick durch die Lupe, denn um das Motiv so groß zu sehen, müsste der Betrachter auf etwa 4 Zentimeter an den Monitor heran – und da kann das Auge nicht mehr scharfstellen. Will sagen: So genau kann niemand ohne Hilfsmittel hinsehen.

Nicht zuletzt hängt die Auflösung stets auch vom Preis ab. Rechnet man diese auf den aktuellen Straßenpreis von 279 Euro um, steht das Mini sogar besser da als das Axon 7:

In puncto Pixeldichte liegt das Mini sogar glatte 30 Prozent über dem, was man für dieses Geld üblicherweise findet, mit dem Axon 7 nur marginal darüber:

Die Darstellungsqualität ist dank AMOLED mit Diamond-Matrix hervorragend: Blickwinkelstabilität und Kontraste sind jedem LCD weit überlegen. Lediglich die Helligkeit liegt ein klein wenig unter dem Mittel, 349 Candela pro Quadratmeter werden in der Bildschirmmitte gemessen. Doch da war ja auch schon das Axon 7 mit seinen 363 Candela nicht sonderlich strahlend. Und ob die Helligkeit nun 9 oder 13 Prozent unter dem Durchschnitt liegt, spielt dann auch keine Rolle mehr.

Prozessor

Als Rechner haben die Entwickler den Snapdragon 617 eingebaut, dessen 8 Kerne mit 1,5 und 1,2 Gigahertz getaktet sind. Eine völlig andere Hausnummer als der mächtige Snapdragon 820 des Axon 7. Auch das Grafikmodul, der Adreno 405, wurde abgespeckt, der Arbeitsspeicher beträgt 3 statt 4 Gigabyte. Damit erzielt das Axon 7 Mini in der Gesamtwertung aus mehr als 50 erfassten Werten aus 15 der bekanntesten Benchmarks ein Resultat, das 23 Prozent unter dem aktuellen Mittel rangiert. Der große Bruder hingegen liegt momentan 58 Prozent darüber. Da liegt nicht nur eine Klasse dazwischen, sondern zwei!

Die Ergebnisse der Benchmarks überprüfe ich außerdem stets in der Praxis anhand des grafisch aufwändigen Spiels „Dead Trigger 2“, bei dem maximal 60 Bilder pro Sekunde erreichbar sind. Das Axon 7 erzielt davon auch stolze 59. Das Axon 7 Mini jedoch macht im Schnitt lediglich 37 Bilder pro Sekunde. Ab 30 kann man zwar schon von einer flüssigen Darstellung sprechen, doch wer Wert auf möglichst fließende Bewegungen legt, sollte doch eher zum großen Bruder greifen.

Akku

Der Lithium-Polymer-Akku fasst 2.705 Milliamperestunden und hält im Test bei der Videowiedergabe mit auf 200 Candela gedimmtem Bildschirm im Flugmodus 404 Minuten lang durch. Damit liegt der Proband 19 Prozent unter dem Durchschnitt: Da dürfte selbst mancher Normalnutzer im Laufe des Nachmittags in die Bredouille kommen, Intensivnutzer werden in jedem Fall zwischentanken müssen. Dagegen kommt das Axon 7 auf 515 Minuten und liegt damit immerhin 3 Prozent über dem Mittel: Das sollte wenigstens Normalnutzer durch den Tag bringen. Das Axon 7 Mini eignet sich also allenfalls für Wenignutzer.

Wer zu diesen Resultaten den Vergleichswert seines jetzigen Smartphones wissen möchte, findet im Folgenden die Ergebnisse aller bisher nach diesem Verfahren getesteten Mobiltelefone. Anhand des Unterschiedes lässt sich dann für das individuelle Nutzerverhalten vorhersagen, wie viel besser oder schlechter der Proband in der Praxis sein wird. Nicht auf die Minute exakt, aber jeder Nutzer bekommt eine gute Vorstellung davon, was dies für ihn persönlich in der Praxis bedeutet:

Ladezeiten

Das serienmäßig beiliegende Netzteil liefert 1,5 (Axon 7: 2) Ampere. An diesem weist der zuvor vollständig entladene Akku nach 15 Minuten einen Ladestand von satten 33 Prozent auf: Das Axon 7 Mini lädt also in kurzer Zeit erfreulich schnell. Nach 30 Minuten sind es 58 Prozent, nach einer Stunde 87 Prozent. Für die volle Ladung benötigt der Kandidat 87 Minuten, was angesichts der Kapazität 36 Prozent über dem derzeitigen Durchschnitt liegt. Das Axon 7 ist mit 77 Minuten fürs Volltanken sowohl absolut als auch in Relation zur Kapazität (77 Prozent überdurchschnittlich) fixer als sein kleiner Bruder. Interessenten sollten aber in jedem Fall berücksichtigen, dass schnelles Laden den Akku erheblich stärker abnutzt als ohnehin, siehe Details dazu hier.

Speicher

Während im Axon 7 stramme 64 (netto: 50) Gigabyte interner Speicher stecken, verfügt das Axon 7 Mini nur über 32 (netto: 21) Gigabyte. Doch in Relation zum Preis liegt das Mini damit immer noch 56 Prozent über dem Mittel: Kunden bekommen also weit mehr internen Speicher für ihr Geld als üblich. Wie beim großen Bruder werden offiziell Micro-SD-Karten mit bis zu 128 Gigabyte unterstützt, meist lassen sich aber auch größere Chips nutzen. Geblieben ist auch die Alternative, anstelle der Speicherkarte ein zweite Nano-SIM einzulegen und das Telefon mithin im Dual-SIM-Betrieb zu verwenden. Und dank USB On-the-Go können mithilfe eines optionalen Adapter etwa USB-Stick angedockt werden. Auch beim Mini handelt es sich jedoch um eine USB-Buchse des neuen „Typ C“, der nicht abwärtskompatibel ist mit dem bisher üblichen „Typ B“; wer also altes Zubehör wie Ladegeräte weiterhin nutzen möchte, benötigt ebenfalls einen Adapter.

Sonstiges

Daten empfängt auch das Mini mit bis zu 300 Megabit pro Sekunde in LTE-Netzen, doch anders als beim Axon 7 wird nicht das 5-Gigahertz-Band von WLAN unterstützt, also beherrscht der Proband auch nicht den aktuellen Standard WLAN ac. Bei Bluetooth 4.1 und NFC gibt es keine Veränderungen zum Axon 7 zu vermelden. So wie auch hinsichtlich des Fingerabdruck-Sensors auf der Rückseite und bei der restlichen Ausstattung; für die komplette Liste siehe die letzte Seite dieses Artikels.

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